Johann Ludwig Krebs, einer der bekannteren Schüler Johann Sebastian Bachs, haftet bis heute das Etikett eines Epigonen an. Damit aber wird man diesem Komponisten, dessen Schaffenszeit sich vom späten Barock bis zur Vorklassik erstreckt, nicht gerecht. Krebs ist sowohl Nachfolger als auch Wegbereiter, der in seinem Œuvre eine bewusste Ablösung vom Bach-Stil vollzogen hat. Diese Umbrüche werden auch in den Beiträgen dieses Buches thematisiert: Arne zur Nieden befasst sich mit Krebs’ Hinwendung zum sog. italienischen Stil. Vor dem Hintergrund des ästhetischen Wandels um die Mitte des 18. Jahrhunderts untersuchen Kathrin Kirsch Krebs’ undatiertes Magnificat (WV 105) und Julian Heigel die überlieferten Kantaten. Gleichsam mit der Lupe vergleicht Stephen Crist Arien von J. S. Bach und J. L. Krebs. Felix Friedrich geht Krebs’ Wirken als Orgelgutachter nach, insbesondere seinen Kontakten zu zeitgenössischen Orgelbauern wie Gottfried Silbermann. Charris Efthimiou schließlich widmet seinen Beitrag den kaum bekannten Triosonaten von Krebs. Die im Titel dieses Buches angesprochenen »neuen Perspektiven« zeigen Johann Ludwig Krebs als einen sehr eigenständigen Komponisten »in einer Zeit voller musikalischer Umbrüche, Experimente und diskutierter Stilfragen« (Arne zur Nieden).
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Johann Ludwig Krebs – Neue Perspektiven – Arne zur Nieden (Beitr.), Kathrin Kirsch (Beitr.), Julian Heigel (Beitr.), Stephen Crist (Beitr.), Felix Friedrich (Beitr.), Charris Efthimiou (Beitr.), Christian Storch (Hrsg.) – ISBN 9783895641862 / 978-3-8956-4186-2 / 978-3-89-564186-2
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Mit dieser Publikation wird das breite Œuvre des Bach-Schülers Johann Ludwig Krebs eingehend gewürdigt. Seine Stellung zwischen Barock und Klassik, seine hochvirtuose Orgelmusik, aber auch seine Kantatenkompositionen und sein Wirken als Musiker im mitteldeutschen Raum sind Thema der in diesem Band versammelten Beiträge.



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